Offener
Brief an die Leitung des ORF
Hannes Sprenger und Florian
Bramböck initiierten im Sommer 2009 gemeinsam eine Aktion,
die in Form eines offenen Briefes an die Leitung des ORF in Wien
gegen den bekanntgewordenen Plan protestiert, nach der Pensionierung
des langjährigen Leiters der Abteilung Ernste Musik
im Landesstudio Tirol, Wolfgang Praxmarer, dessen
Stelle nicht nachzubesetzen und die Abteilung aufzulassen. Bis Ende
August unterstützen 420 Mitunterzeichnerinnen und Mitunterzeichner
das Anliegen, Musik- und Kulturschaffende, Musik- und Kulturinteressierte
aus allen Teilen der Bevölkerung, aus ganz Österreich,
Deutschland, Italien, der Schweiz und den USA.
Die Initiative
kursierte, um Unterstützung zu finden, im Internet, und bereits
während dieser Zeit berichtete die Tiroler Tageszeitung
am 7. Juli über den Brief und veröffentlichte mittels
Zitaten wesentliche Teile seines Inhalts.
Anfang August
versicherte Prof. Alfred Treiber,
Kultur- und Programmchef von Ö1, in einem persönlichen
Schreiben an Hannes Sprenger, daß er die »...Sorge
um den Bereich Neue Musik...gut verstehe...« und daß
die diesbezüglichen Bemühungen des ORF durch die Pensionierung
von Wolfgang Praxmarer nicht kleiner würden.
»In
die Personalpolitik eines Landesstudios kann und will ich mich nicht
einmischen, aber Ihre Erläuterungen über die gesellschaftliche
Relevanz der Musik teile ich selbstverständlich vollinhaltlich.
Die "Verdrängung der Neuen Musik" wird in Ö1
nicht stattfinden, auch wenn Ihre Einschätzung, dass gerade
diese Musik den "einzigartigen Traum-Einschaltquoten"
entscheidend hilft, nicht stimmt. Das Gegenteil ist der Fall.«
Dieser
Passus ist unverständlich, in dem offenen Brief ist von der
erwähnten Einschätzung und "Traum-Einschaltquoten"
nicht die Rede.
»Aber
die ORF-Geschäftsführung und Ö1 bekennen sich selbstverständlich
zum öffentlichen Auftrag, daher sind die Einschaltquoten, auf
die wir sehr stolz sind, nicht immer von relevanter Bedeutung.«
Wie
der ORF nun tatsächlich vorgehen wird, ist trotz der positiven
Ansätze des Schreibens von Prof. Treiber bis jetzt nicht klar.
Es besteht die Möglichkeit, sich auch jetzt noch der Petition
anzuschließen. Wenn
Sie mit dem Inhalt des offenen
Briefes einverstanden sind und ihn mitunterzeichnen wollen,
klicken Sie auf unterstützen
und bestätigen Sie Ihr Einverständnis und den Wunsch,
auf die Unterzeichnerliste gesetzt zu werden. Ihre e-mail-Adresse
wird anschließend gelöscht.
p.s.:
Durch einen Blitzschaden wurden sämtliche Adressdaten der Unterstützer
und Unterstützerinnen (und natürlich alles andere...)
auf Hannes Sprengers Festplatte zerstört, weshalb die Platzierung
der Initiative auf dieser Website die einzige Möglichkeit darstellt,
den Kontakt zwischen Initiatoren und UnterstützerInnen wiederherzustellen.
Ihnen allen nocheinmal herzlichen Dank. |